So arbeite ich

Wie Coaching hier abläuft

Erst verstehen, dann Druck herausnehmen, dann einen Schritt finden, der zu dir passt. Hier steht, worauf die Arbeit aufbaut, wie eine Begleitung typischerweise verläuft und wo ihre Grenzen liegen.

Lesezeit etwa 10 Minuten. Jeder Abschnitt lässt sich einzeln lesen, Vertiefungen sind aufklappbar.

01Bedenken

Was vor einem Coaching oft im Kopf ist

Vier Gedanken, die viele vor einem ersten Gespräch haben. Es sind typische Beispiele, keine Zitate. Wenn einer davon passt, findest du weiter unten mehr dazu.

Typische Beispiele, keine Aussagen von Klientinnen oder Klienten.

02Haltung

Die Haltung

Im Mittelpunkt steht der Mensch, nicht die Diagnose.

Auch nicht die Agenda der Eltern, der Schule oder einer Methode. Dein Ziel und dein Tempo führen. Die Richtung ist mehr Selbstbestimmung, nicht mehr Anpassung.

Was diese Haltung im Gespräch bedeutet

  • Verstehen kommt vor Verändern

    Die meisten Ratschläge kennst du wahrscheinlich schon. Deshalb klären wir zuerst, was gerade passiert: in welchen Situationen, unter welchen Bedingungen, was Ursache ist und was Folge.

  • Die Umgebung gehört ins Bild

    Wenn etwas nicht funktioniert, liegt das selten nur an einer Seite. Wir fragen auch, was sich in Schule, Ausbildung, Arbeit oder Familie ändern liesse. Sich an Verhältnisse zu gewöhnen, die nicht passen, ist kein Ziel.

  • Diagnosen sind Linsen

    ADHS und Autismus helfen zu verstehen, warum manches anders läuft. Sie erklären aber nicht jeden Gedanken und jede Entscheidung. Schlaf, Überlastung oder eine Beziehung können genauso eine Rolle spielen.

  • Eine Erklärung nimmt Druck, nicht Verantwortung

    Zu verstehen, warum etwas schwer ist, kann jahrelange Selbstvorwürfe lösen. Die Verantwortung für die eigenen Schritte verschwindet dadurch nicht. Sie wird tragbarer.

  • Ehrlich und respektvoll

    Ein sicherer Raum heisst nicht, dass Schwieriges tabu ist. Ich sage ehrlich, was ich sehe, und bleibe dabei respektvoll.

  • Coaching soll sich überflüssig machen

    Gut gelaufen ist es, wenn du zunehmend selbst einschätzen, entscheiden, handeln und dir Unterstützung holen kannst. Nicht, wenn die Termine möglichst lange weiterlaufen.

03Der Ansatz

Drei Schritte auf einem gemeinsamen Boden

Der Ansatz beruht auf lösungsorientiertem Coaching, angewendet darauf, wie neurodivergente Menschen tatsächlich funktionieren. Die drei Schritte bauen aufeinander auf und stehen auf einem Boden, der vor jedem Schritt geprüft wird.

Eine schlichte Holzbrücke führt über einen klaren Fluss zu einer Wiese.
  1. Verstehen

    Wie funktionierst du? Was liegt unter der Schwierigkeit? Und, das ist der lösungsorientierte Teil: Was klappt schon, wenigstens ein bisschen?

  2. Unterstützen, was passt

    Wir stärken, was schon da ist: deine Stärken, deine Ressourcen und Strukturen, die zu deinem Kopf passen.

  3. Dem nächsten Schritt zutrauen

    Du wählst einen Schritt, den du dir zutraust, probierst ihn im echten Alltag aus, und wir werten gemeinsam aus, was passiert ist. Was dabei geschieht, führt die Arbeit wieder zum Verstehen zurück.

Der Boden: innere Balance

Nachdenken, lernen und Neues ausprobieren gelingen erst, wenn das Nervensystem nicht im Überlastungsmodus ist. Innere Balance ist deshalb kein Schritt, den man einmal abhakt. Sie ist die Bedingung, die vor jedem anderen Schritt geprüft wird: Druck herausnehmen, Beziehung aufbauen, dann wird Bewegung möglich.

Was „innere Balance“ in einer Sitzung heisst

Zu Beginn jeder Sitzung steht eine einfache Frage: „Wie ausgeglichen fühlst du dich heute, von 1 bis 10?“ Ist die Antwort niedrig, nehmen wir zuerst Druck heraus und sprechen eher darüber, was gerade passiert, als über neue Aufgaben. Ist sie höher, ist Raum für einen grösseren Schritt.

Innere Balance heisst nicht, dass alles ruhig sein muss. Es heisst, dass genug Boden da ist, um nachzudenken.

Was „Zutrauen“ hier meint

Zutrauen heisst: Ich traue dir einen Schritt zu, den du selbst gewählt hast. Niemand setzt ihn dir vor, und niemand verlangt, dass er klappt. Wenn etwas nicht funktioniert, ist das eine Information, mit der wir weiterarbeiten.

Gerade Menschen, die auf Druck mit Rückzug reagieren, brauchen echte Wahlmöglichkeiten. Deshalb lade ich eher ein, als Anweisungen zu geben.

Brücke und Bloom im Ansatz

Die Brücke steht für den begleiteten Weg durch Verstehen und Unterstützen. Bloom ist das, was durch Zutrauen sichtbar werden kann: Schritte, die dir gehören, Entwicklung in deiner eigenen Form und mit der Zeit weniger Bedarf an Begleitung.

04Balance

Die Mischung bestimmt der heutige Tag

Laurent Daloz beschreibt in seiner Arbeit zu Mentoring, dass Wachstum vor allem dann geschieht, wenn Unterstützung und Herausforderung beide hoch sind. Bridge & Bloom ergänzt einen Gedanken: Wie es dir heute geht, bestimmt die Mischung.

„Wie ausgeglichen fühlst du dich heute, von 1 bis 10?“

Ich frage
ÜberfordertStabil

Eher 1 bis 4

Mehr Unterstützung

  • Zuerst stabilisieren und Druck herausnehmen
  • Mehr Verstehen, weniger Aufgaben
  • Kleinere Anforderungen, kleinere Schritte

Eher 6 bis 10

Mehr Zutrauen

  • Ein grösserer, selbstgewählter Schritt
  • Mehr Eigenverantwortung
  • Mehr Ausprobieren im echten Alltag

Passend dazu im Wissensbereich

Darüber können wir im Kennenlerngespräch sprechen

Die Antwort auf die Skalenfrage bestimmt die Dosis, und sie darf sich von Woche zu Woche ändern. Dieselbe Logik trägt bei Jugendlichen im Rückzug und bei jungen Erwachsenen, die loslegen wollen. Deine Auswahl bleibt auf deinem Gerät. Nichts wird gespeichert oder gesendet.

Unterstützung ohne Zutrauen lässt Menschen dort, wo sie sind. Zutrauen ohne Unterstützung lässt sie zurückweichen. Für Eltern gilt dieselbe Logik: Wenn Sie erschöpft sind, kommt zuerst Entlastung.

05Der Coaching-Bogen

Der Coaching-Bogen in acht Stationen

In der Praxis entfalten sich die drei Schritte in acht Stationen. Der Bogen ist eine Landkarte, kein fester Lehrplan. Manche Stationen dauern länger, manche sind kurz, und vom Auswerten aus kann die Arbeit an jede frühere Station zurückgehen.

  1. Balance

    Ankommen

    Wir beginnen bei dir, nicht beim Problem: in deinem Tempo und mit deinen Worten. Viele wirken nach aussen gefasst und sind zu Hause erschöpft. Darum zählt zuerst, dass du hier nichts spielen musst.

    Niemand bewertet dich, und niemand drängt dich.

  2. Verstehen

    Verstehen, was passiert

    Was passiert in schwierigen Momenten, und was kurz davor? Wissen über exekutive Funktionen, emotionale Regulation, Reizverarbeitung und Stressreaktionen hilft, ein persönliches Bild davon zu zeichnen, wie du funktionierst. In klarer Sprache und zum Mitnehmen.

    Ein Bild davon, warum zum Beispiel der Morgen so oft kippt. Faulheit ist es selten.

  3. Unterstützen

    Stärken wiederfinden

    Wann vergisst du die Zeit? Interessen und Stärken sind Ressourcen, keine Ablenkung. Missverständnisse gelten als Passungsproblem auf beiden Seiten: Unterschied, nicht Defekt.

    Stärken, die an einem echten Moment aus deiner Woche hängen, nicht bloss ein Lob.

  4. Unterstützen

    Orientierung finden

    Wo stehst du, und wo möchtest du hin? Auf einer Skala schauen wir, was bleiben darf, was sich ändern soll, was sich verbinden lässt und was neu dazukommt.

    Du entscheidest, was du behalten willst, nicht nur, was anders werden soll.

  5. Unterstützen

    Passende Strukturen

    Was innen schwerfällt, kann eine Struktur von aussen mittragen: visuelle Pläne, Zeitanzeigen, Checklisten, kleinere Schritte, Frühwarnzeichen und ein Plan zum Runterkommen. Dazu eine Sprache, die einlädt und nicht befiehlt.

    Zwei oder drei Strategien, die in dein Leben passen.

  6. Zutrauen

    Ausprobieren

    Du wählst einen Schritt und legst fest, bis wann du ihn ausprobierst. Ist er zu gross, machen wir ihn kleiner. Selbstwirksamkeit wächst aus kleinen Erfolgen.

    Ein Schritt, den du selbst gewählt hast und der sich machbar anfühlt.

  7. Zutrauen

    Auswerten und anpassen

    Was ist passiert? Was hat geholfen, was nicht? Was funktioniert, davon mehr. Was nicht funktioniert, machen wir anders. Von hier aus kann die Arbeit an jede frühere Station zurückgehen.

    Ein Rückschritt ist eine Information, kein Scheitern.

  8. Bloom

    Selbstständig weitergehen

    Nach und nach übernimmst du mehr selbst: vorbereiten, sprechen, für dich einstehen. Die Termine werden kürzer oder seltener, wenn es ohne gut geht.

    Du merkst, dass du mich seltener brauchst. Genau dafür ist die Begleitung da.

Die Sätze unter jeder Station beschreiben, wie sich eine Station anfühlen kann. Sie sind Beispiele, keine Zitate und keine Zusage.

06Ablauf

Vom ersten Kontakt bis zum Abschluss

So sieht der Weg organisatorisch aus. Die Reihenfolge ist meistens gleich, das Tempo nicht.

  • Anfrage

    Du meldest dich

    Über das Anfrageformular oder per E-Mail. Jugendliche können sich selbst melden, Eltern ebenso. Du musst nicht erklären können, was genau los ist.

  • 20 bis 30 Minuten

    Das Kennenlerngespräch

    Kostenlos und unverbindlich. Wir klären, worum es dir geht, wie ich arbeite und ob Coaching passt. Es ist keine kostenlose Coaching-Sitzung, keine Abklärung und kein Krisengespräch. Am Ende entscheidest du, ohne Abschlussdruck und ohne Nachfassen.

  • Vor dem Start

    Den Rahmen klären

    Ziele, Vertraulichkeit und die Rolle der Eltern besprechen wir vorher. Bei Minderjährigen werden die Sorgeberechtigten einbezogen, und Einwilligung, Rahmen und Elterninformation halten wir schriftlich fest. Die Konditionen bespreche ich vor jeder Zusammenarbeit transparent.

  • Die ersten Termine

    Ankommen und verstehen

    Online per Video oder vor Ort in Rheinfelden, auf Deutsch oder Englisch. Am Anfang geht es darum, anzukommen und ein Bild davon zu bekommen, wie du funktionierst.

  • Unterwegs

    Ausprobieren und auswerten

    Den Abstand der Termine legen wir gemeinsam fest und passen ihn an. Zu Beginn sind kürzere Abstände oft hilfreich, später grössere. Wir prüfen regelmässig, ob die Zusammenarbeit noch nützlich ist.

  • Gegen Ende

    Selbstständig weitergehen

    Wenn es ohne gut geht, werden die Termine seltener oder kürzer. Der Abschluss ist kein Abbruch. Er ist das, worauf die Begleitung hinarbeitet.

Mehr zu Online-Terminen und zur Praxis in Rheinfelden unter Online & Rheinfelden.

07Grundlagen

Worauf die Arbeit fachlich aufbaut

Meine Arbeit verbindet lösungsorientiertes und systemisches Coaching mit aktueller Forschung zu ADHS und Autismus, darunter exekutive Funktionen, emotionale Regulation, sensorische Verarbeitung und das Double-Empathy-Problem. Hier die Grundlagen im Einzelnen.

Lösungsorientiertes und systemisches Coaching

Das lösungsorientierte Coaching geht auf Steve de Shazer und Insoo Kim Berg zurück. Es fragt, was schwierig ist, und genauso, was schon funktioniert und wie mehr davon möglich wird. Systemisches Coaching, unter anderem nach Sonja Radatz, bezieht das Umfeld mit ein: Familie, Schule, Ausbildung, Arbeit.

Joining und Pacing heisst: Ich beginne bei dir, in deinem Tempo und mit deinen Worten, bevor wir gemeinsam weitergehen.

Exekutive Funktionen und emotionale Regulation

Wenn ich erkläre, warum Anfangen, Planen oder Umschalten schwerfallen kann, stütze ich mich unter anderem auf das Modell der exekutiven Funktionen von Thomas E. Brown und auf Russell Barkleys Arbeiten zur emotionalen Regulation bei ADHS. Dazu kommen die Rolle von Interesse für die Motivation, die Verarbeitung von Sinnesreizen und das Verständnis von Meltdown und Shutdown als Stressreaktionen, nicht als Entscheidungen.

Double-Empathy-Problem und Monotropismus

Das Double-Empathy-Problem (Damian Milton, 2012) beschreibt Missverständnisse zwischen autistischen und nicht-autistischen Menschen als Passungsproblem auf beiden Seiten, nicht als Mangel einer Seite. Monotropismus beschreibt eine Aufmerksamkeit, die sich stark auf wenige Dinge bündelt. Beide Konzepte tragen die Haltung dieser Arbeit: Unterschied, nicht Defekt.

Unterstützung und Zutrauen

Die Balance aus Unterstützung und Herausforderung stützt sich auf Laurent Daloz’ Arbeit zu Mentoring. Daraus ist die Balance-Skala weiter oben entstanden. Ergänzt habe ich einen Gedanken: Die innere Balance am jeweiligen Tag bestimmt die Dosis.

Werkzeuge im Gespräch

In den Sitzungen nutze ich konkrete Werkzeuge: Skalenfragen, visuelle Pläne und Zeitanzeigen, eine Netzwerkkarte („Wer kann helfen?“), ein Überlastungsbarometer, Frühwarnzeichen und einen Plan zum Runterkommen. Vieles davon stammt aus meiner Coaching-Ausbildung.

Nicht jedes Werkzeug ist wissenschaftlich untersucht. Wenn eine Übung eine praktische Hilfe ist und kein belegtes Verfahren, sage ich dir das.

Mein Ansatz für Eltern

Für die Arbeit mit Eltern habe ich einen eigenen Ansatz entwickelt, inspiriert von den PANDA-Prinzipien der PDA Society. Er beginnt bei der Stabilität der Eltern selbst: Wer wieder mehr Boden unter den Füssen hat, kann unterstützen, ohne alles kontrollieren zu müssen. Mehr dazu auf der Seite für Eltern.

08Grenzen

Was Coaching hier ist und was nicht

Diese Klarheit ist kein Kleingedrucktes. Sie gehört zur fachlichen Verantwortung.

Coaching hier ist

  • Begleitung bei ADHS, Autismus und Neurodiversität, mit oder ohne Diagnose
  • für Jugendliche und junge Erwachsene von 14 bis 25 und für Eltern als eigenständige Klientinnen und Klienten
  • Arbeit an der gegenwärtigen Situation und an konkreten nächsten Schritten
  • Verstehen, wie du funktionierst, und Strukturen, die dazu passen
  • Vorbereitung auf Gespräche, Übergänge und Entscheidungen

Coaching hier ist nicht

  • Diagnostik oder Abklärung von ADHS oder Autismus
  • Psychotherapie
  • medizinische oder psychiatrische Behandlung, auch keine Beratung zu Medikamenten
  • Krisenintervention oder Notfallhilfe
  • offizielle Berufs- und Laufbahnberatung
  • Case Management, Rechtsberatung oder Beratung für Arbeitgeber
  • ein Versprechen auf Heilung, Normalisierung oder ein bestimmtes Ergebnis

Wenn sich zeigt, dass etwas anderes gebraucht wird, etwa eine Abklärung, eine Therapie oder Hilfe in einer Krise, sage ich das offen. Ich beende die Zusammenarbeit dann nicht einfach, sondern bespreche mit dir, welche Stelle passen könnte. Manchmal läuft Coaching parallel weiter, manchmal ist eine Pause sinnvoller.

Wenn es gerade akut ist

Bridge & Bloom ist kein Krisen- oder Notfalldienst, und Anfragen werden nicht rund um die Uhr gelesen. Wenn es um deine Sicherheit oder die eines anderen Menschen geht, wende dich bitte sofort an ärztliche oder notfallpsychiatrische Stellen an deinem Wohnort. Im Notfall: 144 oder 112.

09Vertraulichkeit

Was du erzählst, bleibt im Coaching

Coaching funktioniert nur, wenn du ehrlich sprechen kannst. Vertraulichkeit ist deshalb die Grundlage und keine Nebenabrede.

  • Wenn du die Klientin oder der Klient bist

    Was wir besprechen, wird nicht automatisch an deine Eltern weitergegeben. Was Eltern erfahren, klären wir gemeinsam und vorher, nicht hinterher.

  • Elternbeteiligung wird abgesprochen

    Ob, wann und worüber Eltern einbezogen werden, ist Teil der Zielklärung am Anfang. Es wird nie stillschweigend vorausgesetzt.

  • Bei Minderjährigen zusätzlich schriftlich

    Du kannst dich selbst melden. Vor einer Zusammenarbeit werden die Sorgeberechtigten einbezogen. Einwilligung, Rahmen und Elterninformation halten wir vorher schriftlich fest, damit alle dasselbe wissen.

  • Vertraulichkeit hat Grenzen

    Es gibt gesetzliche Ausnahmen zum Schutz, etwa wenn eine ernsthafte Gefahr für dich oder andere besteht. Diese Grenzen benenne ich vorher offen, nicht erst im Ernstfall.

Gespräche werden nicht aufgezeichnet. Die genauen Regeln besprechen wir im Kennenlerngespräch und halten sie fest, bevor die Zusammenarbeit beginnt.

Vielfalt braucht Raum.

10Eltern und Schule

Zusammenarbeit mit Eltern und Schule

Wenn du die Klientin oder der Klient bist, führen deine Stimme und deine Ziele. Eltern werden einbezogen, wo es hilft und wo du einverstanden bist.

Für Gespräche mit der Schule, dem Lehrbetrieb oder der Familie gibt es eine klare Reihenfolge. Sie ist so gebaut, dass du mit der Zeit selbst für dich sprechen kannst.

Wenn Sie als Elternteil selbst Klientin oder Klient sind, geht es um Ihre Stabilität, Ihr Verständnis und Ihre Kommunikation, auch wenn Ihr Kind nie selbst ins Coaching kommt. Gespräche mit der Schule bereiten wir dann gemeinsam vor. Mehr dazu auf der Seite für Eltern.

Eine vielfältige Wiese mit Gräsern und Wildblumen in unterschiedlichen Höhen und Stadien.

11Bloom

Woran sich Entwicklung hier zeigen kann

Fortschritt heisst hier nicht, unauffälliger zu werden. Er zeigt sich oft im Kleinen, und bei jedem Menschen anders.

  • Du merkst früher, wann es zu viel wird.

  • Ein Plan für den Morgen, der mit deinem Kopf arbeitet.

  • Ein Gespräch mit der Schule, das du selbst führst.

  • Ein Rückschritt, der sich wie eine Information anfühlt und nicht wie ein Urteil.

  • Ein Ziel, das wirklich deines ist.

  • Termine, die seltener werden, weil es ohne geht.

Beispiele, keine Versprechen. Jede Entwicklung sieht anders aus, und jede zählt.

12Fragen

Häufige Fragen zum Ablauf

Wie viele Sitzungen braucht es?

Das hängt von der Situation ab, und eine feste Zahl wäre ein leeres Versprechen. Manche kommen für eine begrenzte Frage über wenige Termine, andere begleiten einen längeren Übergang. Wir prüfen regelmässig, ob die Zusammenarbeit noch nützlich ist.

Wie oft und wie lange finden die Termine statt?

Den Abstand legen wir gemeinsam fest und passen ihn an. Am Anfang sind kürzere Abstände oft sinnvoll, später grössere. Eine Sitzung dauert in der Regel eine Stunde. Die Termine finden online per Video oder in Rheinfelden statt, auf Deutsch oder Englisch.

Muss ich schon wissen, was ich will?

Nein. Viele kommen mit dem Gefühl, festzustecken, ohne genau sagen zu können, woran es liegt. Ein Ziel zu finden, kann selbst Teil der Arbeit sein. Im Kennenlerngespräch reicht es, zu erzählen, was gerade schwer ist.

Was ist der Unterschied zwischen Coaching und Psychotherapie?

Coaching arbeitet an der gegenwärtigen Situation und an konkreten Schritten: verstehen, entscheiden, ausprobieren, auswerten. Psychotherapie behandelt psychische Erkrankungen, mit einem anderen Auftrag, anderen Methoden und auf einer anderen rechtlichen Grundlage. Wenn im Gespräch deutlich wird, dass etwas anderes gebraucht wird, sage ich das.

Ausführlich im Beitrag Coaching oder Psychotherapie: Was passt wann?

Was passiert, wenn es nicht passt?

Dann sprechen wir offen darüber. Du kannst die Zusammenarbeit beenden, und ich sage es auch, wenn ich den Eindruck habe, dass eine andere Unterstützung besser passt. Daraus entsteht kein Druck und kein Vorwurf.

Keine Blüte muss zu einer anderen werden.

13Der erste Schritt

Herausfinden, ob es passt

Im Kennenlerngespräch klären wir, worum es dir geht, wie ich arbeite und ob Coaching für deine Situation das Richtige ist. Es ist keine kostenlose Coaching-Sitzung, und am Ende entscheidest du. Ohne Abschlussdruck und ohne Nachfassen.

  • 20 bis 30 Minuten
  • Kostenlos und unverbindlich
  • Online oder in Rheinfelden