FAQ
Häufige Fragen vor dem ersten Schritt
Brauche ich eine Diagnose? Ist das Therapie? Was erfahren meine Eltern? Hier stehen kurze, ehrliche Antworten auf die Fragen, die vor einer Kontaktaufnahme oft auftauchen.
Etappe 2Die BrückeWie Begleitung konkret aussehen kann.
Fragen und Antworten
Diagnose und Einordnung
Brauche ich eine Diagnose, um Coaching zu machen?
Nein. Eine formale Diagnose ist keine Voraussetzung. Die Spezialisierung auf ADHS und Autismus bestimmt, wie ich verstehe und arbeite, nicht wer kommen darf. Wenn eine Diagnose vorliegt, fliesst dieses Wissen ein. Wenn nicht, arbeiten wir mit dem, was du im Alltag tatsächlich erlebst.
Ausführlicher: Brauche ich eine Diagnose, bevor ich Coaching beginne?
Kannst du mir sagen, ob ich ADHS oder Autismus habe?
Nein. Coaching ist keine Diagnostik, und eine solche Einschätzung kann und darf ich nicht geben. Wenn du eine Abklärung möchtest, sind ärztliche oder psychologische Fachstellen in deiner Nähe der richtige Weg. Coaching kann vorher, währenddessen oder danach sinnvoll sein.
Ist das Ziel, dass ich „normaler“ werde?
Nein. Das Ziel ist nicht, neurotypisch zu werden, und ADHS oder Autismus gehen durch Coaching nicht weg. Es geht darum, zu verstehen, wie du funktionierst, unnötigen Druck herauszunehmen und nächste Schritte zu finden, die zu dir passen. Du musst nicht jemand anderes werden.
Coaching oder Psychotherapie
Was ist der Unterschied zwischen Coaching und Psychotherapie?
Coaching arbeitet an der gegenwärtigen Situation und an konkreten Schritten: verstehen, entscheiden, ausprobieren, auswerten. Psychotherapie behandelt psychische Erkrankungen, mit einem anderen Auftrag, anderen Methoden und auf einer anderen rechtlichen Grundlage. Bridge & Bloom bietet keine Psychotherapie und keine medizinische Behandlung an.
Ausführlicher: Coaching oder Psychotherapie: Was passt wann?
Kann Coaching neben einer Psychotherapie laufen?
Ja, das kann sinnvoll sein. Coaching kann neben einer Therapie stehen, ersetzt sie aber nicht. Was in welche Hände gehört, besprechen wir offen.
Was bietet Bridge & Bloom ausdrücklich nicht an?
Keine ADHS- oder Autismus-Diagnostik, keine Psychotherapie, keine medizinische oder psychiatrische Behandlung, keine Krisenintervention und keinen Notfalldienst. Ebenso keine offizielle Berufsberatung, kein Case Management, keine Rechtsberatung und keine Beratung für Arbeitgeber. Wo eines davon gebraucht wird, verweise ich weiter.
Was, wenn es mir gerade akut schlecht geht?
Dann ist Coaching nicht der richtige Weg. Bridge & Bloom ist kein Krisen- oder Notfalldienst, und Anfragen werden nicht rund um die Uhr gelesen. Wenn es akut um Sicherheit geht, um dich selbst oder um jemand anderen, wende dich bitte sofort an ärztliche oder notfallpsychiatrische Stellen an deinem Wohnort. Im Notfall: 144 oder 112.
Für Jugendliche und junge Erwachsene
Für welches Alter ist das Coaching gedacht?
Für Jugendliche und junge Erwachsene von 14 bis 25 Jahren und für Eltern. Wenn du unsicher bist, ob du hier richtig bist, kannst du trotzdem kurz schreiben. Wenn etwas anderes besser passt, sage ich das ehrlich.
Kann ich mich selbst melden, wenn ich unter 18 bin?
Ja. Bevor eine Zusammenarbeit beginnt, werden deine Sorgeberechtigten einbezogen. Einwilligung, Rahmen und die Frage, was mit Eltern besprochen wird, klären wir vorher schriftlich. Das ist keine Formalität gegen dich. Es sorgt dafür, dass du weisst, woran du bist.
Erfahren meine Eltern, was ich im Coaching erzähle?
Nicht automatisch. Wenn du die Klientin oder der Klient bist, ist das Gespräch vertraulich. Ob und worüber Eltern informiert werden, klären wir gemeinsam zu Beginn. Bei Minderjährigen wird das zusätzlich schriftlich vereinbart, zusammen mit den gesetzlichen Ausnahmen zum Schutz.
Was, wenn mir Reden schwerfällt?
Dann gibt es andere Wege: aufschreiben, etwas vorher schicken, Pausen machen, online die Kamera ausschalten. Nichts davon musst du erklären oder begründen.
Für Eltern
Muss mein Kind dabei sein, wenn ich Elterncoaching mache?
Nein. Sie sind eigenständig Klientin oder Klient, auch wenn Ihr Kind nie selbst ins Coaching kommt. Es geht um Ihre Stabilität, Ihr Verständnis und darum, zu unterstützen, ohne alles kontrollieren zu müssen.
Mehr dazu: Coaching für Eltern
Mein Kind möchte keine Hilfe. Lohnt sich ein Gespräch trotzdem?
Ja, für Sie. Coaching gegen den Willen eines jungen Menschen funktioniert nicht, Mitarbeit lässt sich nicht verordnen. Ein Gespräch mit Ihnen kann helfen herauszufinden, woran die Ablehnung hängt und was stattdessen möglich ist.
Ausführlicher: Wenn mein Teenager keine Hilfe möchte
Bekomme ich einen Bericht, wenn mein Kind im Coaching ist?
Nein, keinen Bericht über Gesprächsinhalte. Was Sie erfahren, klären wir vorher gemeinsam mit Ihrem Kind, nicht hinterher und nicht hinter seinem Rücken. Die gesetzlichen Ausnahmen zum Schutz benenne ich dabei offen. Vertrauen entsteht nur, wenn klar ist, dass nichts ungefragt weitergetragen wird.
Ablauf und Formate
Was passiert im Kennenlerngespräch?
Wir klären in 20 bis 30 Minuten, worum es dir geht, wie ich arbeite und ob das zusammenpasst. Du erfährst auch, wo die Grenzen von Coaching liegen. Das Gespräch ist kostenlos und unverbindlich und ausdrücklich keine kostenlose Coaching-Sitzung. Am Ende entscheidest du.
Wie lange dauert eine Sitzung, und wie oft finden Termine statt?
Eine Sitzung dauert in der Regel eine Stunde. Den Abstand legen wir gemeinsam fest und passen ihn an. Am Anfang sind kürzere Abstände oft sinnvoll, später grössere.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
Das hängt von der Situation ab, und eine feste Zahl wäre ein leeres Versprechen. Manche kommen für eine begrenzte Frage über wenige Termine, andere lassen sich durch einen längeren Übergang begleiten. Wir prüfen regelmässig, ob die Zusammenarbeit noch nützlich ist, und reduzieren die Frequenz, sobald es ohne gut geht.
Online oder persönlich: was ist sinnvoller?
Beides funktioniert. Online spart Wege, braucht aber einen Ort, an dem du ungestört sprechen kannst. Persönlich in Rheinfelden ist sinnvoll, wenn dir der direkte Kontakt hilft oder ein ruhiger, gleichbleibender Raum wichtig ist.
In welchen Sprachen findet das Coaching statt?
Auf Deutsch und auf Englisch. Beide sind echte Arbeitssprachen, auch für schwierige oder fachliche Themen. Welche Sprache besser passt, entscheidest du.
Geht Coaching auch, wenn ich nicht in der Schweiz wohne?
Ja, in Deutschland und Österreich online per Video. Abgerechnet wird für jedes der drei Länder getrennt. Wenn du ausserhalb dieser drei Länder wohnst, lohnt sich vorher eine kurze Nachfrage, weil es praktische oder rechtliche Gründe geben kann, warum es nicht geht.
Kosten
Was kostet Coaching?
Die Ansätze unterscheiden sich für die Schweiz, Deutschland und Österreich, weil in jedem Land getrennt abgerechnet wird. Bezahlt wird per Rechnung vor dem Termin. Konkrete Beträge stehen nicht auf der Website. Die Konditionen werden vor jeder Zusammenarbeit transparent besprochen, spätestens im Kennenlerngespräch.
Ist das Kennenlerngespräch wirklich kostenlos?
Ja. Es ist kostenlos und unverbindlich, und danach fasse ich nicht nach. Es ist allerdings keine kostenlose Coaching-Sitzung. Es dient der Frage, ob Coaching für dich passt.
Datenschutz und Vertraulichkeit
Werden die Gespräche aufgezeichnet?
Nein, weder online noch vor Ort. Online-Termine laufen über einen externen Videodienst. Näheres steht in der Datenschutzerklärung.
Welche Angaben braucht das Anfrageformular?
Wenig: einen Namen (ein Vorname reicht), eine E-Mail-Adresse und, wenn du möchtest, eine Telefonnummer und ein paar Sätze. Nach Diagnosen oder Gesundheitsdaten fragt das Formular bewusst nicht. Die Angaben werden nur zur Bearbeitung deiner Anfrage verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.
Gilt die Vertraulichkeit ohne Ausnahme?
Vertraulichkeit ist die Grundlage, hat aber Grenzen. Es gibt gesetzliche und sicherheitsbezogene Ausnahmen, etwa wenn eine ernsthafte Gefahr für dich oder andere besteht. Diese Grenzen benenne ich vorher offen, nicht erst im Ernstfall.
Etappe 3BloomWas sich verändern darf, im eigenen Tempo.
Weiter auf deinem Weg

Etwas ist nicht dabei?
Dann kannst du die Frage im Kennenlerngespräch stellen oder vorher kurz schreiben. Es gibt keine Frage, die man vorher nicht stellen dürfte, auch nicht die, ob das hier überhaupt das Richtige ist.
- 20 bis 30 Minuten
- Kostenlos und unverbindlich
- Am Ende entscheidest du
Für wen fragst du an?






