01Das eigene Ufer
Woran wir arbeiten können
Orientierung und Übergänge: Der nächste stimmige Schritt reicht
Übergänge wie der Wechsel von der Schule in die Lehre, ans Gymnasium oder ins Studium kosten neurodivergente Menschen oft mehr Kraft, als man von aussen sieht. Im Coaching klärst du, was dir wichtig ist und welche Umgebung zu dir passt, prüfst Möglichkeiten im echten Leben und bereitest den nächsten Schritt so vor, dass er auch Abweichungen aushält.
02Wiedererkennen
Wenn alle anderen zu wissen scheinen, wohin
Fünf Sätze, die in Übergangszeiten oft fallen. Es sind typische Beispiele, keine Zitate. Vielleicht passt einer davon zu deiner Lage, vielleicht keiner.
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Heute
„Nach der Schule weiss ich nicht, wohin.“
MöglichDu musst nicht wissen, wo du in zehn Jahren stehst. Der nächste stimmige Schritt reicht.
Im Coaching: ein selbst gewählter Schritt, beim nächsten Mal gemeinsam ausgewertet.
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Heute
„Ich habe keine Ziele mehr.“
MöglichMotivation lässt sich nicht erzwingen. Sie kann zurückkommen, wenn es sicher genug ist, wieder hinzuschauen.
Im Coaching: Fragen wie „Wann vergisst du die Zeit?“
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Heute
„Alle anderen scheinen zu wissen, was sie wollen.“
MöglichOrientierung ist eine Fähigkeit, kein Zielpunkt. Sie lässt sich üben, auch wenn du heute noch keine Antwort hast.
Im Coaching: das Coach-Modell, vom IST zum ZIEL, mit einer Skala dazwischen.
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Heute
„Ein neuer Ort kostet mich die ganze Woche.“
MöglichÜbergänge kosten mehr Kraft, als man von aussen sieht. Gute Vorbereitung plant ein, dass es anders kommen kann.
Im Coaching: Was ist verlässlich, was kann sich ändern, was tue ich dann?
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Heute
„Ich habe abgebrochen und fühle mich gescheitert.“
MöglichEin Versuch, der nicht gepasst hat, ist ein Ergebnis. Er zeigt, wonach du beim nächsten Mal suchst.
Im Coaching: das 4-Schritte-Modell mit behalten, verändern, kombinieren, neu.
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Typische Beispiele aus der Arbeit mit neurodivergenten Menschen, keine Aussagen von Klientinnen oder Klienten.
03Verstehen
Warum Übergänge so viel Kraft kosten können
Ein Übergang ist selten nur eine Veränderung. Neue Räume, neue Menschen, neue Abläufe und ungeschriebene Regeln kommen gleichzeitig. Und genau dann fällt das Vertraute weg, das sonst Kraft gespart hat.
Was im Alltag nebenbei läuft, muss jetzt aktiv bedacht werden: Wo ist was, wie laut wird es, wen darf ich fragen, wann darf ich gehen? Jede dieser Fragen ist klein. Zusammen ergeben sie eine Dauerlast, die von aussen kaum zu sehen ist. Erschöpfung nach einem Wechsel ist deshalb keine Überreaktion.
Bei Autismus gibt Vorhersehbarkeit oft Halt, und eine Aufmerksamkeit, die tief in wenige Dinge gleichzeitig geht (Monotropismus), macht jeden Wechsel teurer. Bei ADHS fällt mit dem Übergang oft die äussere Struktur weg, die vorher getragen hat, etwa wenn nach der Schule ein Studium mit viel Selbstorganisation beginnt.
Dazu kommt eine der grossen Fragen dieser Lebensphase: Wer bin ich, was ist mir wichtig, wo funktioniere ich gut? Ausbildungen scheitern nach meiner Erfahrung selten am falschen Fach. Häufiger passt die Umgebung nicht: der Lärm, das Tempo, zu wenig oder zu viel Struktur.
Ich verspreche nicht, den richtigen Weg für dich zu kennen. Was sich erarbeiten lässt, ist die Fähigkeit, Möglichkeiten selbst zu erkunden, zu prüfen und zu wählen. Die brauchst du auch beim nächsten Übergang.
Etappe 2Die BrückeWie Begleitung konkret aussehen kann.
04Die Brücke
Wie wir im Coaching an Übergängen arbeiten
Erst klären, wonach du sortierst. Dann prüfen, was es wirklich gibt. Dann einen Schritt wählen und so vorbereiten, dass er auch hält, wenn etwas anders kommt.
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Klären, was dir wichtig ist
Mit dem Coach-Modell schauen wir, wo du heute stehst und wo du hinmöchtest, und setzen eine Skala dazwischen. Fragen wie „Wann vergisst du die Zeit?“ führen oft zu Interessen und Stärken, die im Alltag untergehen. Und wir nehmen die Umgebung ernst: Lärm, Tempo, Struktur, Nähe, Vorhersehbarkeit.
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Sortieren, was bleiben darf
Das 4-Schritte-Modell fragt: Was willst du behalten, was verändern, was kombinieren und was ganz neu machen? So entscheidest du, was bleiben darf, statt nur zu schauen, was repariert werden muss. Eine Netzwerkkarte zeigt, wer dich auf dem Weg unterstützen kann.
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Testen statt grübeln
Eine Umgebung lässt sich nicht durchdenken, aber betreten. Ein Schnuppertag, ein Gespräch mit jemandem aus dem Beruf oder ein Tag zum Mitlaufen zeigt oft mehr als Wochen des Grübelns. Danach werten wir aus: Was davon war die Sache, was der Tag, was die Umgebung?
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Vorbereiten, was anders kommen kann
Ein lückenloser Plan kippt beim ersten Abweichen. Tragfähiger ist die Frage: Was ist verlässlich, was kann sich ändern, und was tue ich dann? Ein vorbereiteter Satz wie „Ich brauche kurz eine Pause, ich bin gleich zurück“ trägt oft mehr als ein langer Ablaufplan.
Entscheidungen fallen schwer, wenn das Nervensystem schon im Alarm ist. Deshalb schauen wir zu Beginn jeder Sitzung, wie viel heute möglich ist, und richten das Tempo danach.
Worauf das fachlich aufbaut
Die Arbeit verbindet lösungsorientiertes Coaching nach de Shazer und Kim Berg mit Wissen über Autismus und ADHS, darunter Monotropismus und exekutive Funktionen. Die Balance aus Unterstützung und Zutrauen stützt sich auf Laurent Daloz’ Arbeit zu Mentoring. Ausführlich beschrieben unter So arbeite ich.
05Für Eltern
Für Eltern: Übergänge begleiten, ohne sie zu übernehmen
Übergänge sind für Eltern oft die anstrengendste Zeit. Der Druck ist echt, die Fristen sind echt, und die eigene Sorge lässt sich schlecht abschalten.
Gleichzeitig ist es die Phase, in der Übernehmen am meisten kostet. Die Fähigkeit, den nächsten Übergang selbst zu schaffen, entsteht genau hier. Praktisch heisst das oft, Fragen zu stellen statt Antworten zu liefern: „Was brauchst du, um zu wissen, wo du hinmusst?“ statt „Ich habe dir den Weg ausgedruckt.“ Das ist langsamer. Es trägt aber über diesen einen Übergang hinaus.
Wenn Ihr Kind selbst Klientin oder Klient ist, führen seine Ziele, nicht die Agenda der Eltern. Für Ihre eigene Rolle in dieser Zeit gibt es ein eigenes Angebot: Coaching für Eltern.
Etappe 3BloomWas sich verändern darf, im eigenen Tempo.
06Bloom
Wie sich ein Übergang anders anfühlen kann
Mühelos wird ein Übergang dadurch nicht. Aber manches kann sich verschieben:
Ein erster Tag, der vorbereitet ist, statt gefürchtet zu werden.
Ein Schnuppertag, nach dem du mehr weisst als nach drei Wochen Grübeln.
Ein Satz für den Moment, in dem es anders kommt als geplant.
Eine Entscheidung, die sich nach deiner anfühlt.
Ein Abbruch, der als Information zählt, nicht als Urteil.
Ein nächster Schritt, auch ohne Zehnjahresplan.
Beispiele, keine Versprechen. Jede Entwicklung sieht anders aus, und jede zählt.
07Grenzen
Keine Berufsberatung, sondern die Arbeit davor und daneben
Für Zugangsbedingungen, Anmeldefristen, Anschlusslösungen und Finanzierung gibt es zuständige Fachstellen, die das verbindlich wissen. Wenn es darum geht, verweise ich dorthin.
Dafür ist es da
- Herausfinden, was zu dir passt und welche Umgebung du brauchst
- Möglichkeiten prüfen und im echten Leben ausprobieren
- Übergänge so vorbereiten, dass sie Abweichungen aushalten
- Mit einer Entscheidung umgehen, nachdem sie gefallen ist
Das ist es nicht
- Keine offizielle Berufs-, Studien- oder Laufbahnberatung
- Kein Case Management und keine Beratung von Arbeitgebern
- Keine Diagnostik und keine Psychotherapie
- Keine Krisenhilfe
Wenn ein Übergang dich so belastet, dass es dir seit Wochen grundsätzlich schlecht geht, gehört das ärztlich oder psychotherapeutisch abgeklärt. Coaching kann daneben stehen. Wenn es gerade akut ist, wende dich bitte sofort an ärztliche oder notfallpsychiatrische Stellen in deiner Nähe, im Notfall 144 oder 112.
08Wissen
Wissensbeiträge zu Orientierung und Übergängen
Diese Beiträge vertiefen einzelne Fragen von dieser Seite, in Ruhe und in deinem Tempo.
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Orientierung und Übergänge
Von Schule zu Lehre oder Studium: Fragen vor dem nächsten Schritt
„Was interessiert dich?“ ist selten die hilfreichste erste Frage. Diese hier führen meist weiter.
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Orientierung und Übergänge
Übergänge bei Autismus vorbereiten, ohne alles vorzugeben
Ein lückenloser Plan ist keine Sicherheit – er ist ein Risiko. Was Vorbereitung stattdessen leisten kann.
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Selbstverständnis
Nach einer späten ADHS-Einordnung: nicht alles auf einmal ändern
Die Erklärung ist da, der Alltag ist derselbe. Warum der Impuls, sofort alles zu ändern, meist nach hinten losgeht.
09Fragen
Häufige Fragen zu Orientierung und Übergängen
Ist das eine Berufsberatung?
Nein. Ich bin keine offizielle Berufs-, Studien- oder Laufbahnberatung. Für Zugangsbedingungen, Fristen und Finanzierung sind die zuständigen Fachstellen da. Im Coaching geht es um die Arbeit davor und daneben: herausfinden, was passt, wie du das prüfst und wie du mit einer Entscheidung umgehst.
Ich weiss überhaupt nicht, was ich will. Ist es dann zu früh?
Nein. Nicht zu wissen, was du willst, ist eher der Anlass als die Voraussetzung. Wir fangen bei dem an, was du schon über dich weisst, auch wenn es dir wenig vorkommt.
Ich bin unter 18. Kann ich mich selbst melden?
Ja. Bevor eine Zusammenarbeit beginnt, werden deine Sorgeberechtigten einbezogen. Einwilligung, Rahmen und was deine Eltern erfahren, klären wir vorher schriftlich. Die Gespräche selbst sind vertraulich, mit den gesetzlichen Ausnahmen, die dem Schutz dienen.
Wann ist ein guter Zeitpunkt für Coaching bei einem Übergang?
Gut ist, bevor der Übergang beginnt, nicht erst, wenn es nicht funktioniert hat. Aber auch mitten im Wechsel oder nach einem Abbruch ist es nicht zu spät. Dann schauen wir zuerst, was dir gerade Stabilität gibt.
Ich habe eine Lehre oder ein Studium abgebrochen. Ist das ein Thema fürs Coaching?
Ja. Ein Abbruch sagt oft etwas darüber, was nicht gepasst hat: das Fach, die Umgebung oder der Zeitpunkt. Wir sortieren, was du daraus mitnehmen willst, und suchen einen nächsten Schritt, der besser passt.
Weiter auf deinem Weg

10Der erste Schritt
Du musst nicht wissen, was du willst, um anzufangen.
Im Kennenlerngespräch klären wir, worum es dir geht, wie ich arbeite und ob Coaching passt. Noch nicht zu wissen, wohin, ist ein guter Ausgangspunkt. Es ist keine kostenlose Coaching-Sitzung, und am Ende entscheidest du. Ohne Abschlussdruck und ohne Nachfassen.
- 20 bis 30 Minuten
- Kostenlos und unverbindlich
- Online oder in Rheinfelden
Für wen fragst du an?
















