01Dein Ufer

Für dich, 14 bis 25

Coaching für Jugendliche und junge Erwachsene

Mit dir, nicht über dich. Hier bist du die Person, mit der gearbeitet wird: dein Alltag, deine nächsten Schritte, deine Art, Dinge zu sagen. Mit oder ohne Diagnose.

ADHS, Autismus und Neurodiversität · Online im DACH-Raum und in Rheinfelden · Deutsch und Englisch

02Wiedererkennen

Was, wenn mit dir nichts falsch ist?

Sechs Sätze, die viele junge Menschen kennen. Sie sind typische Beispiele, keine Zitate und keine Checkliste. Vielleicht klingt einer davon nach dir, vielleicht keiner. Beides ist in Ordnung.

Typische Beispiele aus der Arbeit mit neurodivergenten jungen Menschen, keine Aussagen von Klientinnen oder Klienten.

03Woran wir arbeiten

Woran wir arbeiten können

Drei Bereiche, in denen sich etwas bewegen kann. Darunter liegt immer dieselbe Frage: Wie funktionierst du, was brauchst du, und was ist dir wichtig?

Bei Jugendlichen geht es oft um Hausaufgaben, Morgenabläufe und den Streit darüber zu Hause. Bei jungen Erwachsenen eher um Prüfungen, Lehre, die erste Wohnung und Rechnungen.

Die drei Bereiche greifen ineinander. Du musst dich vorher nicht entscheiden, womit du anfängst.

04Zwei Einstiege

Zwei Einstiege, ein Angebot

ADHS, Autismus, beides oder noch keine Einordnung: Das Coaching ist dasselbe. Die beiden Seiten erklären, wie ich es jeweils verstehe und welches Wissen einfliesst.

Einstieg über ADHS

ADHS-Coaching

Anfangen, Zeitgefühl, Prioritäten, Energie und starke Gefühle: wie exekutive Funktionen und ein interessenbasiertes Belohnungssystem den Alltag prägen, und welche Strukturen dazu passen.

Einstieg über Autismus

Autismus-Coaching

Reize, Energie, Übergänge, Kommunikation und Masking: wie autistische Wahrnehmung funktioniert, und wie sich deine Umgebung besser auf dich abstimmen lässt.

Eine Diagnose brauchst du nicht. Die Spezialisierung bestimmt, wie ich verstehe und arbeite, nicht, wer kommen darf.

05So läuft es ab

Wie eine Sitzung abläuft

Es gibt kein festes Skript, aber einen verlässlichen Rahmen. So sieht eine Sitzung meistens aus.

  1. Ankommen

    Wir beginnen mit dem, was seit dem letzten Mal passiert ist, und mit einer Frage: „Wie ausgeglichen fühlst du dich heute, von 1 bis 10?“ Deine Antwort entscheidet, ob wir eher Druck herausnehmen oder einen grösseren Schritt planen.

  2. Verstehen und sortieren

    Was liegt unter der Schwierigkeit? Was klappt schon, wenigstens ein bisschen? Daraus entstehen zwei oder drei Strategien, die zu deinem Kopf passen, etwa ein visueller Plan, sichtbare Zeit oder ein vorbereiteter Satz.

  3. Einen Schritt wählen

    Du gehst mit einem Schritt, den du dir zutraust, und nicht mit einer langen Hausaufgabenliste. Beim nächsten Mal schauen wir gemeinsam, was passiert ist. Hat es nicht geklappt, ist das eine Information, kein Scheitern.

Was dabei gilt

Deine Ziele führen, nicht die, die andere für dich haben. Das Ziel ist mehr Selbstbestimmung, nicht mehr Anpassung.

Wenn Reden schwerfällt

Es gibt andere Wege: aufschreiben, vorher etwas schicken, Pausen machen, die Kamera ausschalten. Nichts davon musst du erklären oder begründen.

Wie lange und wie oft

Eine Sitzung dauert in der Regel eine Stunde, online oder in Rheinfelden, auf Deutsch oder Englisch. Wie viele Termine es braucht, hängt von deiner Situation ab. Wir prüfen regelmässig, ob die Zusammenarbeit noch nützt.

06Für wen

Für wen das passt, und was es nicht ist

Das passt, wenn …

  • du zwischen 14 und 25 bist und selbst etwas verändern möchtest
  • du eine ADHS- oder Autismus-Diagnose hast, etwas vermutest oder einfach merkst, dass du anders funktionierst
  • du in der Schule, in der Lehre, im Studium, im ersten Job oder gerade dazwischen steckst
  • du lieber online oder persönlich in Rheinfelden sprichst, auf Deutsch oder Englisch

Dafür gibt es andere Stellen

  • Diagnostik oder Abklärung. Wenn eine Abklärung sinnvoll wäre, sage ich das.
  • Psychotherapie oder medizinische Behandlung, auch keine Beratung zu Medikamenten.
  • Krisenintervention und Notfälle.
  • Offizielle Berufsberatung oder Case Management.
  • Ein Training, um unauffälliger oder „normaler“ zu wirken.

Wenn es gerade akut ist oder um deine Sicherheit geht: Bridge & Bloom ist kein Notfalldienst. Wende dich bitte an ärztliche oder notfallpsychiatrische Stellen in deiner Nähe oder an den Notruf 144 oder 112.

Wenn du unter 18 bist

Du kannst dich selbst melden, auch ohne deine Eltern. Bevor wir zusammenarbeiten, werden deine Sorgeberechtigten einbezogen. Einwilligung, Rahmen und was deine Eltern erfahren, klären wir vorher gemeinsam und halten es schriftlich fest.

Was du im Coaching erzählst, bleibt vertraulich und wird nicht automatisch weitergegeben. Ausnahmen gibt es nur dort, wo das Gesetz sie zu deinem Schutz oder zum Schutz anderer vorsieht. Diese Grenzen benenne ich vorher offen, nicht erst im Ernstfall.

Ein Stein nach dem anderen. Mit Boden unter den Füssen.
Eine vielfältige Wiese mit Gräsern und Wildblumen in unterschiedlichen Höhen und Stadien.

07Bloom

Woran du merken kannst, dass sich etwas bewegt

Bloom heisst nicht, dass alles leicht wird. Eher, dass mehr zu dir passt. Stell dir vor, wie eine gewöhnliche Woche aussehen könnte, wenn du deinen nächsten Schritt gefunden hast:

  • Eine Aufgabe, die angefangen ist, bevor der Druck kommt.

  • Ein Abend, an dem du früher merkst, dass dein Akku leer wird.

  • Ein nächster Schritt nach der Schule, der sich nach deinem eigenen anfühlt.

  • Ein Satz, mit dem du einer Lehrperson sagst, was du brauchst.

  • Ein Nein, das rechtzeitig kommt.

  • Ein Blick auf dich selbst, in dem weniger „falsch“ vorkommt.

Beispiele, keine Versprechen. Jede Entwicklung sieht anders aus, und jede zählt.

08Fragen

Häufige Fragen

Brauche ich eine Diagnose?

Nein. Die Spezialisierung auf ADHS, Autismus und Neurodiversität bestimmt, wie ich verstehe und arbeite, nicht, wer kommen darf. Wenn eine Diagnose vorliegt, fliesst das Wissen ein. Wenn nicht, arbeiten wir mit dem, was du im Alltag erlebst. Mehr dazu im Beitrag Brauche ich eine Diagnose?

Erfahren meine Eltern, was ich erzähle?

Nicht automatisch. Wenn du die Klientin oder der Klient bist, ist das Gespräch vertraulich. Was deine Eltern erfahren, klären wir gemeinsam zu Beginn. Bei Minderjährigen wird das vor dem Start schriftlich festgehalten, zusammen mit den gesetzlichen Ausnahmen zum Schutz.

Was, wenn meine Eltern das Coaching wollen, aber ich nicht sicher bin?

Dann zählt deine Entscheidung. Coaching funktioniert nicht gegen deinen Willen. Im Kennenlerngespräch kannst du erst einmal schauen, ob es für dich passt, ohne etwas zuzusagen. Hier geht es um deine Ziele.

Ist das so etwas wie Therapie?

Nein. Coaching arbeitet an deiner jetzigen Situation und an konkreten Schritten. Psychotherapie behandelt psychische Erkrankungen, mit anderem Auftrag und anderer rechtlicher Grundlage. Wenn du in Therapie bist, kann Coaching daneben sinnvoll sein, ersetzt sie aber nicht. Mehr im Beitrag Coaching oder Psychotherapie.

Was kostet das Coaching?

Das Kennenlerngespräch ist kostenlos. Die Konditionen für das Coaching werden vor jeder Zusammenarbeit transparent besprochen, bei Minderjährigen zusammen mit den Sorgeberechtigten. Sie unterscheiden sich für die Schweiz, Deutschland und Österreich. Bezahlt wird per Rechnung vor dem Termin.

Ein Weg in Etappen, mit Pausen und Umwegen.

09Der erste Schritt

Nichts vorbereiten, nichts beweisen.

Im Kennenlerngespräch klären wir in 20 bis 30 Minuten, worum es dir geht, wie ich arbeite und ob Coaching für dich passt. Es ist keine kostenlose Coaching-Sitzung, und am Ende entscheidest du. Ohne Abschlussdruck und ohne Nachfassen.

  • 20 bis 30 Minuten
  • Kostenlos und unverbindlich
  • Online oder in Rheinfelden